Versuche zum Transformator
Die Stromstärke
Tabellen zu den Messgrößen
Versuche zum Transformator
Wir schlossen an ein Lämpchen Strom (12-15 Volt) an. Es geschah nichts. Nun schlossen wir an diesen Aufbau eine Spule, welche in einen Permanentmagneten montiert war zusätzlich mit an. Nach Schließen aller Leitungen konnte man noch immer keine Veränderung erkennen, jedoch nach Trennung der Leitungen leuchtete das Lämpchen auf der rechten Seite kurz auf. Dies lässt sich so erklären: bei Einschalten des Stroms wird ein Magnetfeld in der Spule aufgebaut, bei Abschalten bricht es wieder zusammen und es entsteht Induktionsstrom, welcher das Lämpchen aufleuchten lässt.
Wir nahmen einen Eisenkern (s. Zeichnung), auf welchen wir auf jede Seite eine Spule mit 600 Windungen steckten und schlossen an die Primärseite Strom (220 Volt, Wechselstrom) an, an die Sekundärseite das Lämpchen und ein Messgerät. Wir konnten beobachten, dass das Lämpchen zu leuchten begann. Das Messgerät zeigte eine Stromstärke von 170 Volt an. Also hatte der Strom, welcher das Lämpchen zum leuchten gebracht hatte, eine Spannung von 170 Volt ∼.
Wir nahmen eine Spule mit 600 Wdg. und einen Löffel mit Loch, also mit einer Windung, und steckten sie jeweils auf eine Seite eines Eisenkerns. Nun tropften wir etwas Wasser auf den Löffel und schlossen die andere Spule, die Primärseite, an 220 Volt ~ an. Schon kurz darauf begann das Wasser zu dampfen. Es entstand also Wärme.
Wir nahmen eine Spule mit 600 Wdg. und eine mit 6 Wdg. und steckten sie jeweils auf eine Seite eines Eisenkernes (s. Zeichnung). Zwischen die Ausgänge der Spule mit 6 Wdg. (Sekundärseite) befestigten wir einen dünnen Nagel und schlossen daran ein Messgerät an. Nun schlossen wir an die Primärseite Strom (220 V ~) an und konnten schon bald darauf Veränderungen erkennen: der Nagel begann zu glühen und das Messgerät zeigte eine Stromspannung von 1 V~ an.
Wir nahmen einen Hochstromtransformator (Primär: 600 Wdg.; Sekundär: 12.000 Wdg.) und schlossen ihn auf der Sekundärseite an zwei Isolatoren, an welchen jeweils ein Aluminiumleiter befestigt war, an (s. Zeichnung). Um die Größe der entstehenden Spannung auch feststellen zu können, schlossen wir sekundär ein Messgerät an. Als wir in den Transformator von der Primärseite aus Strom (220 V~) fließen ließen und die Leiter in einem Abstand von 1mm nebeneinander standen, konnten wir sehen, wie unten an den Leitern ein Funke übersprang und sich nach oben wieder verflüchtigte. Nun hielten wir unter diesen Übersprungspunkt eine Kerze und konnten beobachten das hierbei ebenfalls ein Funke übersprang, sogar schneller und öfter und sich auch nach obenhin verflüchtigte. Das Messgerät zeigte eine Spannung von 4400 V~ an.
- safri -
Die StromstärkeAufbau:
Durch Messungen an einem Draht mit Hilfe von Strommessgerät und Spannungsmessgerät konnten wir folgende Werte ermitteln:
| Ø0,4 mm | Ø0,3 mm | | U | I | I |
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| 13 V | 2,8 A | 1,5 A |
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| 6,5 V | 1,4 A | 0,75 A |
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| 9,5 V | 2 A |
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Tabellen zu den Messgrößen
Stromstärken| Leuchtdiode | 10-20m A=0,01-0,02 A | | Taschenlampe | 100m A = 0,1 A | | Autoscheinwerfer | ca. 5 A | | Autoanlasser | ca. 100 A | | Elektro-Schweißer | ca. 500 A | | Elektro-Lokomotive | bis 1000 A | | Aluminiumerzeugung | bis 10.000 A | | Blitzkanal | bis 40.000 A | | Elektro-Schmelzöfen | bis 100.000 A |
Spannungen| Mikrofon | einige mV | | Akku-Zelle / Batterie | 1,2-1,5 V | | Kfz-Akku | 12 V / 24 V | | Lichtnetz | 220 V / 380 V | | Straßenbahn | 550 V | | Hochspannungsleiter | 110.000-380.000 V =110 kV- 380 kV | | Zum Blitz führende Spannung | einige 100 Millionen V =einige 100.000 kV |
Spezifischer Widerstand verschiedener Stoffe:ρ in Ωmm² (Widerstand eines Leiters m mit 1=1m und A= 1mm)
| Silber | 0,015 | | Kupfer | 0,016 | | Gold | 0,020 | | Eisen | 0,088 | | Zinn | 0,11 | | Blei | 0,20 |
Halbleiter:| Germanium | 105 | | Graphit | 107 | | Silizium | 1010 |
Isolatoren:| Glas | 1017 | | Porzellan | 1018 | | Bernstein | 1022 |
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