Grenouilles erster Mädchenmord
Interpretation Kapitel 8

Der Höhepunkt des 8. Kapitels ist die Begegnung mit dem Mädchen im Hinterhof. Der Autor erzeugt eine gewisse Spannung, da Grenouille den Duft immer wieder verliert, wieder findet, ihn aber mit aller Gewalt versucht zu behalten und zu besitzen.

Das Mordmotiv ist der Duft des Mädchens. Da er den Duft nicht verlieren will, tötet er sie: „Für Grenouille stand fest, dass ohne den Besitz des Duftes sein Leben keinen Sinn Mehr hatte“ (S.55). Anders als bei der Mordserie in Grasse, ist dieser Mord nicht geplant, er geschieht eher im Affekt: „Sie war so starr vor Schreck. Sie versuchte keinen Schrei, rührte sich nicht, tat keine abwehrende Bewegung. Er seinerseits sah sie nicht an ,() er hielt seine Augen fest geschlossen, während er sie würgte, und hatte nur eine Sorge, von ihrem Duft nichts zu verlieren“ (S. 56).

In dieser Szene wird auf das Ende des Romans angespielt, jedoch ist der Sachverhalt hier umgekehrt. Der Roman endet mit dem Mord an Grenouille, der von ca. 30 Personen begangen wird. Sie zerreißen, zerteilen und essen ihn, da sie ihn für einen Engel halten und jeder ein Stück von ihm haben will. Grenouille selbst erscheint aber nur durch das Parfum, dass er aus den ermordeten Mädchen erstellt hat, wie ein Engel. Also ist auch bei diesem Mord der Duft das Motiv, nur dass der Täter zum Opfer wird.

Grenouille riecht das Mädchen nach dem Mord "welk". Es wird mit einer Blume, die ihren Duft verströmt verglichen, der Grenouille so magisch anzieht. Der Mord an dem Mädchen ist wie das Pflücken einer Blume. Wenn eine Blume gepflückt wird, beginnt sie zu welken und duftet nur noch kurze Zeit und auch das Mädchen fängt an zu „welken“, und hört auf, Duft zu verströmen ."Als er sie welk gerochen hatte, blieb er noch eine Weile neben ihr hocken, um sich zu versammeln, denn er war übervoll von ihr. Er wollte nichts von ihrem Duft verschütten"(S.56). Danach lässt er das Mädchen im Hof liegen, so wie jemand, der eine Blume einfach wegwirft.

Dieser erste Mord ist ein Schlüsselerlebnis für Grenouille, denn durch das Töten des Mädchens wird ihm erst klar, was für ein Ziel und Sinn sein Leben eigentlich hat. Er wird sich seiner überaus genialen Begabung genauestens bewusst und glaubt, dass "sein Leben Sinn und Zweck und Ziel und höhere Bestimmung habe: nämlich keine geringere, als die Welt der Düfte zu revolutionieren." (S.57). Grenouille hat somit den "Kompass für sein künftiges Leben gefunden" (S.57) und beschließt, "der größte Parfumeur aller Zeiten" zu werden (S.58)

Welch großen Einfluss der Mord auf Grenouilles weitere Entwicklung nimmt, wird u.a. dadurch unterstrichen, dass Grenouille sich zum ersten Mal in seinem Leben nicht allein auf seine Nase verlässt, sondern seine Augen zu Hilfe nehmen musste, um zu glauben, was er roch.
Grenouille erhält durch den Duft des Mädchens einen Schlüssel zur Ordnung aller Düfte.

Seine Genialität allein reicht jedoch nicht aus, um sich den Titel des größten Parfumeurs zu verdienen. Es muß auch handwerkliche Fähigkeiten erlernen, um sich diesen Wunsch zu erfüllen.
Deshalb verlässt Grenouille den Gerber Grimal, um eine Lehre als Parfumeur zu beginnen. Eine neue Etappe in Jean-Baptiste Grenouilles Lebens beginnt.




von Christoph Zinger


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