Die Barockzeit (Ende 16. Jhd. bis Mitte 18. Jhd.)
Die Zeit des Barocks geht, wie so oft, von Italien aus und verbreitet sich über Europa. Die Gegensätze zwischen Reich und Arm nehmen zu. Die "Obrigkeit" lebt mit betont viel Sinnesfreude und die einfachen Leute haben sich vollkommen zu unterwerfen. Louis XIV bekräftigt den Absolutismus mit den Worten: "L'etat c'est moi".
Natürlich gibt es auch einige Mystiker, die den Prunk ablehnen, und Gegenreformationen, die sich wieder auf die Frage nach dem Jenseits besinnen.
Theaterdramen werden geschrieben, in denen die Sprache vom Rythmus getragen wird. Auf dieser Grundlage enstehen auch erste Kompositionen.
C. Monteverdi (1567 - 1643) ist der bedeutende frühe Opernkomponist (Orfeo). Der "stile nuevo" löst den "stile antico" ab. Die Monodie, (Einzel)-Gesang auf Akkordgrundlage, und der Bezifferte Bass - General Bass zeigen, dass die Musik wieder eher vereinfacht gespielt wird.
Als neue Gattungen entstehen geistl. Konzert, Kantate, Oper, Oratorium, in der Instrumentalmusik Sinfonia und Sonate, aus denen sich Concerto grosso, Solokonzert und -sonate entwickeln. Mit dem Schaffen A. Vivaldis und D. Scarlattis in Italien, F. Couperins und J. P. Rameaus in Frankreich, H. Purcells und G. F. Händels in England, J. S. Bachs und G. P. Tellemanns in Deutschland erreicht die Musik des Barocks ihre Spätphase. Bachs kontrapunktisches Meisterwerk, die "Kunst der Fuge" schließt diese 1750 ab.

Quelle u.a.: Meyers Grosses Handlexikon 18. Auflage.

- Be -


 


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