J.D. Salinger: "the catcher in the rye"
Salinger Buch

J. D. Salinger,

Der Fänger im Roggen
Salinger Buch

J. D. Salinger,

The Catcher in the Rye

"If you really want to hear about it, the first thing you'll probably want to know is where I was born, and what my lousy childhood was like, and how my parents were occupied and all before they had me, and all that David Copperfield kind of crap, but I don't feel like going into it, if you want to know the truth."

Salinger schreibt aus der Sicht eines 17 jährigen Jungen, Holden Caulfield, der auf seine Zeit als 16 Jähriger zurückblickt und zu allem seine Meinung sagt. Entsprechend umgangsprachig ist das Buch geschrieben. Der Sprache ist freien Lauf gelassen. Dialoge werden selten durch Ausdrücke wie I said, he told me, unterbrochen, sind aber dennoch verständlich. Allerdings fügt Holden oft schon nach den ersten Sätzen einer Unterhaltung seine Meinung hinzu, was ihm an seinem Gesprächspartner missfällt.
Ein Jugendlicher ohne Perspektive, der in New York kleine Abenteuer erlebt. Die Handlung läuft in drei Tagen an einem Wochenende ab. Holden erinnert sich an seine Vergangenheit und beschreibt manche Situation recht ausführlich. Was er in New York möchte, weiß er nicht. Er ist dort, weil er aus seinem Internat geflogen ist, von dem er sowieso die Nase voll hat und nun alles lockerer nehmen möchte, obwohl es in seinem Internat nicht anders gewesen sein wird, da er in vier von fünf Fächern durchgefallen ist. Es ist schon seine vierte Schule gewesen. Seine Familie wohnt in New York, er schlägt sich aber auf eigene Faust mit ein paar bugs (mit ein paar Dollar) durch, da er erst am Mittwoch Zuhause sein soll, wenn die Ferien anfangen.
Zum Teil sind seine Gedankengänge langatmig und ausschweifend. Der Leser muss sich daran gewöhnen, dass es um die Meinung eines Jugendlichen geht und nicht darum, was er erlebt. Langsam kann sich Verständnis für ihn aufbauen, nachdem man ihn als einen verrückten Jugendlichen abgehandelt hat. Immerhin sagt Holden immer, was er sich dabei gedacht hat, wenn er zum Beispiel jemanden beschimpft und er sich noch daran erinnern kann. Man sucht Parallelen zu anderen Jugendlichen und kann welche finden. Insgesamt wird der Leser offener gegenüber anderen, für die er bislang kein Verständnis aufbringen konnte. Eigentlich fragt man sich nicht, wieso er etwas getan hat, sondern akzeptiert den etwas vom regulären Pfad abgekommenen Jugendlichen und lässt es sich von ihm erklären. Ob man seine Erklärungen akzeptiert, scheint ihn nicht zu interessieren. Er erzählt einfach, als ob er mit jemandem sprechen würde, erwartet aber keine Antwort.
"If you really want to hear about it, ... if you want to know the truth."

Salinger schreibt in leicht verständlichem Amerikanisch. Nach kurzer Zeit ist man an die Sprache von Holden gewöhnt. Häufige, immer wieder auftauchende Ausdrücke sind zum Beispiel:

  • "and all" ist der häufigste Ausdruck, den Holden in den Mund nimmt. Er scheint nichts genau zu nehmen.
  • "that killed me" ist ein häufiger Ausdruck, mit dem Holden ausdrücken möchte, dass ihn etwas zu Tode langweilt oder ärgert.
  • "I hate it" In seinen Phantasien malt er sich aus, was er mit jemandem machen würde, den er hasst, wenn er genug Mut hätte.
  • "I'm not kidding" Er muss häufig betonen, dass er etwas ernst meint, da er wohl machmal nicht ernst genommen werden kann.
  • "I was so damn nervous" Dass er nervös ist, passiert in ein paar Stellen des Buches, z.B. vor und nach einer Schlägerei mit einem Schüler, mit dem er sein Zimmer teilt.
  • "like hell" Viele Situationen lassen sich für ihn nur noch mit "wie verrückt" vergleichen.
  • "It was sort of funny" Holden lacht nie, sondern schmunzelt höchstens über etwas.

Seine Eltern sollen zunächst nicht erfahren, dass er in der Schule durchgefallen ist. Er spielt sogar ernsthaft mit dem Gedanken, irgendwo aufs Land zu fahren. Was er da genau machen möchte, weiß er nicht. Er überlegt, dass er gerne Kinder davor bewahren möchte, dass sie einen Felsen herunterfallen, wenn sie durch die Roggenfelder laufen. Er möchte der Fänger im Roggen sein. Nur wegen seiner kleinen Schwester, die allen Ernstes mitkommen möchte, wohin er auch ginge, bleibt er in New York. Dann sagt er dem Leser, er hätte keine Lust mehr, die Geschichte weiterzuerzählen: "Thatís all Iím going to tell about." Und der Leser akzeptiert.

Holden weiß nicht, was er über seine eigene Geschichte denken soll, nachdem er zu allem seine Meinung abgegeben hat. Ich kann mir also selber eine Meinung überlegen, die von ihm nicht beeinflusst wird.

Dass es Jugendlichen in den USA so wie Holden ergehen kann, wusste ich, und es wurde mir durch seine Geschichte bestätigt. Aber für das, was sie sich dabei denken, kannte ich noch kein Beispiel. Von Gedanken wie denen Holdens erfährt man selten etwas, dazu noch vollkommen unzensiert und ungeniert.
Sobald er im Zug saß, nahm ich Teil an seiner Geschichte. Eine Geschichte, die sich um die Ansichten eines Jugendlichen dreht, nicht um die Ansichten eines Clowns (Heinrich Böll), der es einfacher hat sich kundzutun.

Ein Buch, das ich wegen der freien Sprache sehr gut lesen konnte.

- Be -


 Umfrage
"; $i=0; while(isset($varia[$i])) { $j=$i+1; echo "$varia[$i]
"; $i++; } echo ""; echo ""; $z=file($serverpath."umfrage/antworten".$umfragenr.".txt"); if ($ant!='') { $lvote=fopen($serverpath."umfrage/lastip".$umfragenr.".txt","r"); $lv=fgets($lvote,255); fclose($lvote); $ip=getenv("REMOTE_ADDR"); if ($lv!=$ip) { $z[$ant-1]=$z[$ant-1]+1; $datei=fopen($serverpath."umfrage/antworten".$umfragenr.".txt","w"); foreach ($z as $save) {fputs($datei,chop($save)."\n");} fclose($datei); $lvote=fopen($serverpath."umfrage/lastip".$umfragenr.".txt","w"); fputs($lvote,"$ip"); fclose($lvote); } } ?>

 


[nach oben]