Elaborat eines Auszuges aus Novalis' „Heinrich von Ofterdingen“
Schachnovelle Buch

Novalis,

Heinrich von Ofterdingen

Ein Twen, dessen Eltern schlafen, ruht in seiner Bettlade und sinnt über ein Kuriosum, das ihm erzählt wurde und in dem eine blaue Blume vorgekommen sei, nach und träumt dann ein Abenteuer mit der synonymen Thematik. Ferner sagt er, dass diese Blume ihn sehr fessle, ja sie ihn nicht nur fessle, sondern ihn überwältige, obgleich in der Geschichte ferner Kostbarkeiten vorgekommen seien, die ihn jedoch nicht anzögen. Dies sei hier zum flüchtigen Überblick des Textausschnittinhaltes vorangestellt.

Diesen oben komprimiert dargestellten Auszug möchte ich in dem Nachstehenden versuchen zu explizieren, die Quintessenz darzutun und ferner im Hinblick auf die Romantik zu eruieren. Wir können uns die Frage stellen, was der Lyriker Novalis mit dieser Niederschrift zu demonstrieren, ergo zu offenbaren gedachte. Auffallend war mir, wie überaus der Twen von dieser blauen Blume imponiert ist, denn er sagt, dass sie ihn wahnsinnig mache und wenn er sie fiktiv sähe, ihn schwebend mache. Wenn er an diese Blume denke, existiere er in einer Fantasiewelt, die ihn fliegen und über Salzfluten wandern ließe, ferner all sein Gedankengut, ja sein ganzes Wesen auf sich lenke. Er empfinde sich jedoch nicht nur entzückend wohl, wenn er sie vor seinem immateriellen Auge sehe, sondern treibe ihn, wenn er sie nicht sähe. Dazu vermute ich, dass der Jüngling diese blaue Blume und keinesfalls die Schätze verehrt, weil die Blume etwas ganz natürliches und materiell nicht wertvolles darstellt, was bei den Schätzen wider der Fall ist. Diese blaue Blume ist nicht etwas fassbar Wertvolles, sondern sie gestaltet erst nach ihrer Assoziation auf geistig-seelischer Ebene ihren Reichtum: Das macht sie so besonders. Und dies erklärt, dass sie bei dem Twen diese Gefühlsintensität erregt; sie ist allegorisch für etwas anderes, was ich gleichwohl noch nicht auszudrücken vermag, denn bloß an dieser Blume wird er sich nicht so delektieren. In einem Satz behauptet er: „Sonst tanze ich gern; jetzt denke ich lieber nach der Musik.“ Ich vermute dies sei folgendermaßen zu erfassen, dass er sich sonst anstandslos mit seinem Äußeren zu dem Weltlichem (der Musik) bewege, nun aber lieber in dem Weltlichen das Imaginäre sehe und so in einer Fantasiewelt lebe, die er in der Musik und auch in der vorher beschriebenen Blume entdecke. Dementsprechend kann man wähnen, dass er Sehnsucht nach der Blume bekommt, jedoch nicht weiß warum. Dies werden wir in weiteren Betrachtungen trachten zu veranschaulichen.

Derzeit schläft er ein und durchlebt einen Abenteuertraum. Es heißt, dass er in diesem Traum ein ad infinitum buntes Leben durchlebe, fände seine allumfassende Liebe und entbehre sie sodann wieder. Dem können wir abgewinnen, dass er in einem Wechselbad der Gefühle wandelt, folglich Gemütsbewegungen durchlebt. Hier vermögen wir schon ein Erkennungszeichen der Romantik herauszuheben: das Gefühlvolle; denn das bunte Leben, die Liebe und ferner ein Auseinandergehen der Liebe ist romantisch: Es ist alles emotionsgeladen. Weiter heißt es, dass der Twen allein durch einen Forst gehe und so allein umherwandle. Und wiederum können wir etwas Romantisches gewahren, denn dito die Einsamkeit ist als romantisch zu verstehen; der Einsame bekommt oft Sehnsüchte, was an reichlichen Märchen, die in der Romantik verfasst wurden, zu besehen ist. Nun besagt die Niederschrift, dass der Twen einen Felsen betritt, worin alles utopisch ist: das Licht, das Wasser; einfach alles. Es wirkt auf uns alles so wunderbar, phantastisch und märchenhaft, was wiederkehrend unverkennbar für die Romantik spricht: das Verherrlichen des Gewöhnlichen. Die Wogen des Wassers, so heißt es, schienen ihm, als seien sie Mädchen. Alles wogt in romantischer Empfindung. Eine Möglichkeit, weswegen er gerade in dem blauen Wasser die Mädchen erblickt, ist, dass Blau eine Farbe der Endlosigkeit ist. Sowohl das Wasser als auch der Himmel sind blau. Das Meer und auch der Himmel sind beide bis zum Horizont sichtbar und haben kein evidentes Ende, infolgedessen scheinen als seien sie unendlich. Daneben wird Blau ferner in überreichlichen Malereien als Symbol für das Unendliche abgebildet. Wir sagten ja, dass das Unendliche Sehnsüchte erregt, möglicherweise ebenso unerfüllbare. Und es geschieht dem Twen gleichermaßen. Er mustert die blaue Welle und bekommt Sehnsucht, die sich in den Mädchen ausdrückt. Nun steht geschrieben, dass der Knabe in einen neuen Traum geriete und sich auf einer Wiese wieder fände. Dort entdecke er eine blaue Blume, die ihn anziehe, wiewohl ringsherum reichlich vielfarbige Blumen stünden; ihn dessen ungeachtet locke nur die blaue. Es schließt an, dass er sich der Blume, die ihn so imponiere, nähere, woraufhin diese anfinge sich in ein zartes Gesicht umzugestalten. Der Twen wird wiederum von einer Sehnsucht erfüllt. Die Blume steht allegorisch, also bekommt er nicht ein Verlangen direkt nach der blauen Blume, sondern nach etwas Unendlichem, das die blaue Blume verkörpert. Ich vermag mir gut vorzustellen, dass das zarte Gesicht in der blauen Blume die Liebe darstellt, denn die Liebe ist etwas Unendliches und löst Sehnsucht sie zu erlangen aus. Dementsprechend ist der Jüngling von dem Begehren nach dem Fernen, der wahren Liebe, gefesselt. Er ersehnt, dass er die blaue Blume erreichen möge. Es heißt nun, dass er von seiner Mutter aus seiner Fantasiewelt, indem sie ihn weckt, herausgerissen werde.

Als nächstes belieben wir dies in Beziehung auf die Romantik zu betrachten und vermögen zu behaupten, dass all die Charakterzüge der Romantik, die bereits vorangegangen sind, auf diesen Text zutreffen. Jedoch nicht nur in dem Teil, in dem wir sie schon genannt haben, sondern ebenfalls im unteren Sektor ist das Gefühlvolle, Phantastische usf. zu entdecken. So können wir hervorheben, dass wir es eindeutig mit einer romantischen Niederschrift zu tun haben, denn die Dinge werden idealisiert. Es sei erwähnt, dass der Text auf mich empfindungshervorrufend wirkt, denn er bewirkt ferner Emotionen des Lesers, denn der Mensch an sich, träumt ebenso gern. Wir beziehen dann dasselbige auf uns. Die Quintessenz ist unverkennbar die blaue Blume, die, wie ich vorgebe, die Liebe, das Unendliche, darstellt, denn sie ist abgesehen von den Eltern, die der Niederschrift einen chthonischen Rahmen geben, der Anfang und der Abschluss der Niederschrift.

Florenz



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