„Lauf Jane lauf“ - Titel & Inhalt
Thema: Zusammenhang zwischen dem Buchtitel „Lauf Jane lauf“ von Joy Fielding und dem tatsächlichen Inhalt des Buches.


Auf den ersten Blick betrachtet, erscheint der Titel des Buches „Lauf Jane lauf“ wie ein einziger Satz, zu dem sich jeder sein individuelles Bild und seine eigene Kurzgeschichte spinnen kann. Mein erster, persönlicher Gedanke dazu war, dass es sich wahrscheinlich um einen Krimi handelt in dem das Opfer vor seinem Mörder davon läuft.
Nachdem ich das Buch nun mit wachsender Begeisterung gelesen habe, kann ich sagen, dass der erste Gedanke gar nicht mal falsch war.
Nun bleibt es allerdings nicht bei einem banalen Gedanken, der ausführlich von der Autorin erläutert wird, sondern das Buch enthält unzählig viele Varianten, wie der Titel ausgelegt und aufgefasst werden könnte.

Dieses geschieht bereits auf den ersten Seiten, wo die vorläufige Hauptfigur sich im Zentrum Bostons wiederfindet, ohne jegliche Anhaltspunkte wer sie ist, oder was sie dort hingeführt hat und zu ihrem erschrecken, mit einem blutverschmierten Kleid und die Taschen voller hundert Doller Noten. Sie ist eine Frau ohne Identität, die vergessen hat wie sie aussieht, woher sie kommt, wohin sie geht und die allem Anschein nach, etwas schreckliches verbrochen oder erlebt hat. Es wird nun beschrieben, wie sie nach sich selbst zu forschen beginnt und ihrer Persönlichkeit buchstäblich „hinterherläuft“, oder gar der scheinbar furchtbaren Realität „davon läuft“.
Als nun ihre Identität in einem Krankenhaus aufgedeckt wird und sich herrausstellt, dass sie Jane Whittaker heißt und die Ehefrau von einem geschäzten Chirurgen ist, wird der Satz „Lauf Jane lauf“ zum ersten Mal wörtlich dargestellt. (S. 62) Hier bedeutet er für Jane, dass nun, da sie erste wichtige Hinweise bekommen hat, erst die Suche nach ihrer Vergangenheit beginnt. (Zitat) „Such Jane. Lauf Jane lauf!“
In den nächsten Kapiteln wird beschrieben, wie Jane zu ihrem Mann Michael in ihr neues, altes Zuhause zurückkehrt und versucht, sich mit den Dingen aus der Vergangenheit anzufreunden und abzufinden. Ein Teufelskreis aus Michaels gelogenen Wahrheiten und Janes langsam zurückkehrender Erinnerung beginnt.
Einer ihrer Träume (S. 114) gibt dem Leser erstmals Grund zum Misstrauen. Es wird beschrieben, wie Michael mit Jane einen Spaziergang machen will, aber eine Stimme sie warnt nicht zu gehen, da dort Gefahr lauert. Als sie doch geht, wird sie von der bösen Realität überrascht, da die vorher so harmlos wirkende Wiese, mit Kobras übersäht ist, von denen sie bedroht wird. Michael war fort und sie konnte der Gefahr nicht entkommen, konnte nicht davon laufen, musste sich dem Schicksal stellen. Ein weiterer Traum (S.130) beschreibt ebenso eine Situation, in der Jane vor ihrem Verfolger davon läuft, nachdem dieser sie übel beschimpft hat. Dieser Traum geht positiv aus und lässt auf ein gutes Ende des Dramas hoffen, da sie sich in Sicherheit bringen kann.
Es folgen noch weitere Träume, in dene Jane laufen muss um der Realität nachzukommen. (S.252) Sie läuft, um ihre Tochter nicht zu verpassen, fährt dann mit dem Wagen und wird in einen schweren Unfall verwickelt. Der Traum schiebt ihr ein weiteres Puzzleteil aus ihrer Vergangenheit zu, welches allerdings vorerst von Michael verfälscht wird.
Eine weitere Rolle spielt nun die Haushälterin Paula, die Michael eigens zur Beobachtung von Jane, eingestellt hatte. Paula war auch dafür zuständig, dass Jane regelmäßig Medikamente zur Beruhigung bekam. Als Jane jedoch bemerkte, wie wenig diese Medikamente ihr halfen und ihre Situation nur verschlimmerten, in dem sie sie ihrer Wahrnehmung beraubten, begann ein Wettlauf mit der Zeit, in der sie bei Besinnung sein konnte. Ein Wettlauf gegen die Wirkung der Medikamente und gegen die scharfen Augen Paulas. Und weil sie wie eine Gefangene bewacht wurde, wuchs der Verdacht in Jane, dass irgendetwas an ihrer Situation nicht mit rechten Dingen zuging. Der Wunsch zu laufen, wegzulaufen aus der ständigen Kontrolle, wurde immer größer. In Kapitel 19 führt dieser Wunsch erstmals zu einer Kurzschlusshandlung. Jane überwältigt Paula im Bad, indem sie Paula in die Badewanne stößt um einen Vorsprung zu bekommen. Sie rennt aus dem Haus und sucht eine Gelegenheit sich zu verstecken, um ihrem aufgezwungenen Schicksal und den Medikamenten zu entfliehen. Gleichzeitig benötigt sie etwas Zeit, um hinweise auf ihre Vergangenheit von Außenstehenden zu bekommen. Hier läuft Jane tatsächlich. Sie läuft über den Asphalt der Straße um endlich ein Zeichen zu erhalten, dass sie nicht verrückt ist. Das Laufen fällt ihr schwer, da die Medikamente sie stark geschwächt haben. Genauso schwer fällt ihr die Suche nach Beweisen. Doch ihre Anstrengung wird belohnt. Sie bekommt eine weitere Information in einer Apotheke, wo der Apotheker erkennt, dass Jane völlig überdosierte Tabletten schluckt, die ihren depressiven Zustand hervorrufen.
Nachdem der erste Ausbruch scheitert und sie wieder Zuhause ist, wirft Michael ein weiteres Netz aus Lügen über Jane, verstrickt sich jedoch immer weiter, so dass Jane durch verschiedene Hinweise immer mißtrauischer wird und einen zweiten und somit wohl auch letzten Versuch der Flucht unternimmt.
Wieder überlistet sie Paula im Bad, diesmal ist sie vorbereitet. Sie schafft es bis zum Haus der Nachbarin, wo sie dann in einem Streitgespräch mit Carol endlich den Schlüssel zu ihrem Gedächtnis findet. Wie ein Film, laufen die schrecklichen Bilder der Erinnerung vor ihrem inneren Auge ab. Der Bann ist gebrochen und der Weg zu Emily und einem neuen Lebensabschitt freigeräumt. Noch etwas geschwächt, nimmt sie nun die letzte Hürde, die sie noch von ihrer Tochter trennt und begibt sich auf den weg!

Der letzte Weg, den Jane im Kampf um ihre Tochter Emily geht, endet erfolgreich. Der Kampf des Laufens um die Wahrheit, hatte sich gelohnt.


von Silvia Kaldewey, ZF31


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