Lion Feuchtwanger: Der Wartesaal

Referat: Deutsch Leistungskurs 12. Klasse
Thema: Exilliteratur
Jasmin Hendel

Lion Feuchtwangers "Der Wartesaal"

Überblick über die Trilogie "Der Wartesaal" des Exilautors Lion Leuchtwanger (Schwerpunkt auf dem Roman "Exil").

Der Wartesaal (Romanzyklus)



"Erfolg Drei Jahre Geschichte einer Provinz"
Im ersten Roman der Wartesaal- Trilogie wird das Klima der frühen zwanziger Jahre in München aus politischer, kultureller und wirtschaftlicher Sicht geschildert. Das Aufkommen des Nationalsozialismus in den verschiedenen Ebenen der Gesellschaft wird durch den historischen Hintergrund beleuchtet und spricht dabei nicht selten reelle Zeitzeugen an. Jaques Tüverlin und seinen Freunde kämpfen um das Recht des Münchner Museumsdirektors Dr. Martin Krüger der nach einer Justizkomödie aus Politischen Gründen unschuldig ins Zuchthaus geschickt wird. Seine Freunde erreichen zwar seinen Freispruch, doch gelangt er nie mehr zurück in die Freiheit, sonder stirbt vor seiner Entlassung. Die politische Reaktion in Bayern bis zum Zusammenbruch wird anhand des hysterischen Kleinbürgers Kutzner dargestellt. Er tritt in Wirtshäusern auf und scheitert schließlich mit seinem Putschversuch und stellt so keine politische Bedrohung dar.

"Die Geschwister Oppermann"
Der Roman "Die Geschwister Oppermann" beschäftigt sich mit der Situation einer jüdischen Familie in der Zeit der Machtergreifung Hitlers. Das Buch spielt zwischen November 1932 und Spätsommer 1933. Die jüdische Großbürgerfamilie Oppermann muss die Folgen der "Machtergreifung" am eigenen Leib erleben. Dies wird an den Einzelschicksalen der Familienmitglieder illustriert. Gustav Oppermann, Besitzer eines Möbelhauses und Schriftsteller, durchläuft die einzelnen Stadien der Judenverfolgung in Deutschland. Aus dem Exil kehrt er 1933 nach Deutschland zurück um die Unmenschlichkeit der Nationalsozialisten aufzudecken. Er wird verhaftet und stirb an den Folgen seines KZ Aufenthaltes. Gustav Oppermanns "Geschwister" Martin, Edgar und Klara sehen sich zur Emigration gezwungen. Berthold Oppermann muss sich mit den Einflüssen der Nationalsozialisten im Schulleben auseinander setzten und zerbricht daran.

"Exil"
In dem Roman "Exil" wird das Leben der Emigranten im Exil, ihr Warten auf den Neuanfang und die Rückkehr nach Deutschland wird deutlich. Der Roman spielt 1935 in Paris. Dort lebt der deutsche, nach Paris emigrierte, Komponist Sepp Trautwein zusammen mit seiner Familie. Er, seine Frau Anna und der 18 jährige Sohn Hanns, bewohnen ein bescheidenes Zimmer in einem Hotel. Im Frühjahr 1935 wird Friedrich Benjamin, ein Journalist der Exilzeitung "Pariser Nachrichten", die später von den Nazis unterwandert wird, von der Gestapo nach Deutschland verschleppt. Dieses Ereignis veranlasst Sepp seine Musik niederzulegen und schriftstellerisch aktiv zu werden. Durch sein stetiges Bemühen und seine fordernden Artikel gelingt es ihm den Journalisten frei zu bekommen. In der Person des Erich Wieseners taucht der "andere" Deutsche auf, er schreibt für die "Westdeutsche Zeitung" ganz im Sinne des Regimes. Er muss einen Weg von der Spitze der ihn in Einsamkeit führt durchmachen, wird Opfer seines feigen Handelns und verliert sein Gesicht. Seine Frau Anna ist der tristen Exilsituation nicht länger gewachsen und begeht Selbstmord. Sie konnte sich nicht mit der in der Luft hängenden (Übergangs)situation abfinden. Der erwachsen gewordenen Sohn Hanns studiert Architektur und fühlt sich immer stärker dem Kommunismus Verbunden. Sein Ausweg aus der Exilsituation ist das Leben in Moskau als Antifaschist und überzeugter Kommunist. Sepp Trautwein selbst ist zwar dem kommunistischen Gedanken nicht abgeneigt möchte jedoch alte Lebens- und Denkgewohnheiten nicht ablegen. Durch das Leben im Exil wird seine künstlerische und persönliche Produktivität angeregt. Abschließend kann er seinen Komposition "Wartesaal- Symphonie" beenden.

Aufbau:
3 Bücher: Erstes Buch "Sepp Trautwein"
Zweites Buch "Pariser Nachrichten"
Drittes Buch "Der Wartesaal"
Jedes Buch steht unter einem "Motto", das durch ein Gedicht illustriert wird. Dieses Motto spiegelt zugleich die Kernaussage des Buches wieder.
Relativ kurze Kapitel mit aussagekräftigen Überschriften.

Der Wartesaal:
Die Trilogie "Der Wartesaal" versucht die Situation in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg über die Machergreifung Hitlers bis hin zur Exilsituation der "anders" Seienden und Denkenden darzustellen. Das Warten auf die Rückkehr in das Heimatland und auf eine bessere Ordnung in der Gesellschaft der Zukunft spielt vor allem in "Exil" eine zentrale Rolle. Die Hauptcharakter Sepp, Hanns und Anna finden für sich selbst die "Richtige" Lösung um mit dieser Situation umgehen zu können. Der Trilogie sollte ursprünglich ein viertes Buch angefügt werden. Dieses sollte die Rückkehr der Vertriebenen in die Heimat schildern.

Zeitroman:
Der Zeitroman ist auch Schlüsseroman. Die Handlung nimmt einige Personen und Ereignisse dieser Zeit auf und bringt sie ein. Die Geschehnisse in den "Pariser Nachrichten" haben den Streit zum Vorbild, der 35 um die Exilzeitung "Pariser Tageblatt" entbrannte. Man vermutete, dass die Nazis die Redaktion unterwandert hatten. Auch die Entführung des Journalisten Benjamin beruht auf Tatsachen. Am 9. März 1935 verschleppten Nationalsozialisten Berthold Jakob in Basel, massive international Proteste bewirkten seinen Freilassung.
Veröffentlichung des Romans:
1939 bei Querido in Amsterdam
1940 Viking Press England
1949 erschienen in der DDR
In Deutschland gibt es bis heute lediglich Lizensausgaben

- jashen -


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