"Flitterwochen, dritter Tag" - Perspektive
Aus Reinhards Perspektive


Flitterwochen, dritter Tag, Veronica auf der Bierkneipenterasse schon ein gewohnter Anblick. Ich war nicht sicher, was man nun erwartete. Bedrückende Schwüle, das graue Meer und die Schiffe unerreichbar am Horizont. Flucht nach vorn also, ich machte den Anfang. Endlich dann das Bier. Ich hatte gar nicht gefragt, ob sie etwas anderes trinken wollte, sie hatte auch während der letzten zwei Tage nichts anderes getrunken. Ich redete weiter, irgendein abgedroschener Trinkspruch auf unsere gemeinsame Zukunft, die sich wie eine Lawine näherte, ich konnte mich nicht erinnern, was sie bei unserem Kennenlernen getrunken hatte. Ich prostete ihr zu, Schatz, Liebling, so sagt man das wohl. Wieder warf ich einen Blick hinunter auf den Strand, junge Mädchen in der Sonne, ich dachte an die Hochzeit, bis dass der Tod euch scheidet. Wir planten unser Leben, Einrichtung der Wohnung, keine Einwände ihrerseits. Überhaupt nichts ihrerseits. Unser zweites Glas war jetzt leer, ich wartete ab, doch es fiel ihr nicht ein, selbst zu bestellen. Sie fixierte irgendeinen Punkt, wahrscheinlich neben oder hinter mir, Gott weiß wo sie gerade wieder in Gedanken war. Tee vom Großhändler, Lieblingsgerichte, ich redete ohne nachzudenken. Sie war mit allem einverstanden. Immer wieder der Blick durchs Fernglas, als stünde man direkt daneben, das Wasser glitzerte in ihren Haaren. Noch ein Bier, wo ist das bloß wieder hin? Ich wusste nicht, ob das so sein musste, Bier am späten Nachmittag, in der Kneipe, Zukunftsplanung, Organisation und so. Schon wieder legte ein Schiff ab, wir würden nun für immer im Hafen der Ehe ankern. Das vierte Bier, langsam gehen mir die Themen aus. Veronica nickt nur geistesabwesend, bald würde ich noch auf die Namen der Kinder zu sprechen kommen müssen um weiterzureden. Blick durch die Kneipe, wir sind bestimmt das einzige Ehepaar hier. Müssten wir uns nicht bei Kerzenschein dümmlich grinsend anhimmeln? Niemand würde uns wohl für frisch verheiratet halten. Noch ein paar Floskeln, freust du dich, Schatz?, vielleicht nicht ganz überzeugend, ich kam mir lächerlich vor. Endlich meine Rettung, halb sieben, Abendspaziergang, wie schon gestern und vorgestern. Ich zahlte, muchas gracias, meine Frau folgte mir zwischen den Korbsesseln hindurch. Ich fragte mich, worüber wir uns morgen unterhalten würden, was hatte ich mir da bloß eingebrockt, Blitzhochzeit in Las Vegas, die Eltern streng katholisch, nun war ich ewig gebunden...


von "silent_water88"


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