Gedichtinterpretation „Tränen des Vaterlandes“
Markus Richter
Klasse 9 Max-Planck-Gymnasium



Das Gedicht „Tränen des Vaterlandes“ von Andreas Gryphius wurde anlässlich des 30- jährigen Krieges gedichtet. Es entstand in der Epoche des Hochbarocks. Diese Epoche wurde gekennzeichnet durch Kriege und menschlichem Leid, andererseits waren die Menschen damals stark religiös und lebten nach dem Grundsatz „carpe diem“ was soviel wie „nutze den Tag“ bedeutet. Das Gedicht wurde im Jahr 1636 gedichtet, das genaue Erscheinungsdatum ist jedoch unbekannt.

Das Gedicht „Tränen des Vaterlandes“ beschreibt die Leiden und Folgen des 30-jährigen Krieges.

Das Gedicht ist als typisches Sonett geschrieben, mit zwei Quartetten und zwei darauf folgenden Terzetten. Die Quartette sind als umarmende Reime (abba) geschrieben, wohingegen die beiden Terzetten jeweils einen Schweifreim (aab/ccb) enthalten.

Der Text ist sprachlich in der „ich“ bzw. „wir“ Form geschrieben. Der Dichter erzählt das Kriegsgeschehen aus seiner gegenwärtigen Sicht.

Der Text selbst ist in Altdeutsch geschrieben und mit vielen Hyperbeln (Strophe1, Vers1:“Wir sind doch nunmehr ganz, ja mehr denn ganz verheeret“) und Metaphern (S1, V3:“ Das vom Blut fette Schwert) gespickt.

Außerdem verstärken Adjektive wie „freche; rasende; fette; donnernde“ die Wirkung des Textes auf den Leser, speziell das Mitgefühl für die Opfer des Krieges. Die Adjektive stellen das Geschehen realer dar und man kann sich besser in die Situation hineinfinden.

In dem Vers „Hat aller Schweiß und Fleiß und Vorrat aufgezehret“ kommt besonders der Ernst der Lage hervor. Die hart erarbeiteten Vorräte wurden wohl durch den Feind eingenommen, vernichtet oder durch die hungernde Bevölkerung vorzeitig aufgezehrt.

In dem zweiten Quartett wird das Elend aus dem ersten noch einmal unterstrichen. So ist der Kriegsschauplatz als Trümmerfeld dargestellt und die Aussichtslosigkeit der Lage durch Allegorien wie „Die Türme stehn in Glut“, wobei „Türme“ in diesem Fall als Schutz zu verstehen sind, verdeutlicht.

In der ersten Terz wird zum ersten mal eine Zeitangabe gemacht („Dreimal sind’s schon sechs Jahr“). Das „schon“ verdeutlicht das noch kein Ende des Krieges in Sichtweite ist. Dazu zeigt der Vers „Hier durch die Schanz und Stadt rinnt allzeit frisches Blut“ dass die „Abschlachtung“ noch immer munter weitergeht. Es stellt sich also insgesamt die Frage, wie lange es wohl noch so weiter gehen wird.

In der zweiten und letzten Terz, kommt der Höhepunkt des Gedichts zum Ausdruck. Der Dichter schildert die für ihn wohl schlimmste Auswirkung des Krieges, nämlich dass viele Menschen letztlich auch den Glauben an eine Besserung des Zustandes verloren haben.

Das ganze Gedicht hat einen linearen Verlauf, die Auswirkungen und Folgen des Krieges. Der Dichter blieb mit seinen sprachlichen Ausschweifen und Metaphern immer im Sinn der zentralen Aussage des Textes. Und auch der Titel „Tränen des Vaterlandes“ verhält sich konkret zur Textaussage. Er stellt metaphorisch das „weinende Land“ dar, sinnbildlich für das Leid und Elend der damaligen Zeit.


Andreas Gryphius stellt mit seinem Gedicht gelungen den 30-jährigen Krieg dar. Er selbst lebte zu dieser Zeit und konnte daher den Krieg in seiner wirklichen Form korrekt in ein Gedicht verarbeiten. Das Thema Krieg ist auch heute noch ein brisantes Thema. Man könnte zwar meinen, dass im jetzigen 21. Jahrhundert, dem Zeitalter der Kommunikation, dank fortgeschrittener Entwicklung, Kriege nicht mehr notwendig seien, sondern auftretende Probleme kommunikativ gelöst werden könnten. Doch anscheinend muss es noch viele weitere Kriege geben, für die Unmassen von unschuldigen Opfern ihren Glauben und ihr Leben hinhalten müssen, bevor diese primitive Denkweise aus den Köpfen der Menschen entschwindet.


von Markus Richter


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