Der Radwechsel
Ich sitze am Straßenhang.
Der Fahrer wechselt das Rad.
Ich bin nicht gern, wo ich herkomme.
Ich bin nicht gern, wo ich hinfahre.
Warum sehe ich den Radwechsel
mit Ungeduld?

Bertolt Brecht
(B.B.: Werke. Bd. 12. Gedichte. Bd. 2. 1988. S. 310)












roter Faden durch eine Gedichtinterpretation

Was erzählt das Gedicht?

Wie erzählt der Dichter die Geschichte(den Inhalt)?

Warum erzählt er so?

Passen Form und Inhalt zusammen?

Stellen sie die Beobachtungen am Gedicht ihrem Wissen über den Dichter gegenüber. Welche Aussage hat das Gedicht?





Interpretation



Der Radwechsel von Bertolt Brecht beschreibt eine einfache Szene. Während der Chauffeur ein Rad wechselt, sitzt der Ich-Erzähler an der Straße und stellt sich eine typisch epische Frage: Warum er so ungeduldig sei, wenn er sich nicht dort wohlfühlen kann, wo er herkommt und hinfährt.

Dass er sich diese Frage selbst stellt, lässt darauf schließen, dass er nicht sehr ungeduldig sein kann. Er nimmt sich die Zeit, Fragen zu stellen und über deren Antwort nachzudenken.

Brecht fängt sein Gedicht mit der Überschrift „der Radwechsel“ an. Dies ist kein neugierigmachender Titel. Man würde einen Prosatext erwarten, der in allen Einzelheiten eine Reifenpanne beschreibt. Aber durch die unter dem Titel stehenden sechs mageren Verse, ist man gespannt, wie in wenigen Zeilen ein Reifenwechsel beschrieben werden könnte bzw. was für eine Aussage gemacht wird. Das Gedicht wird ruhig und sachlich eingeleitet, mit der Beschreibung, wie die Situation ist. Dann denkt der Wartende an sich., lange auf diesen Chauffeur und Reifen warten zu müssen. Er denkt weiter; wo würde er sich jetzt gerne aufhalten? Nein, er möchte nicht dorthin, wo er sich genauso unwohl fühlt, wie in dem Ort, aus dem er gerade erst gekommen ist.
Seine Ungeduld schwindet durch ein wenig Nachdenken.

Bertolt Brecht versucht die Leser zu überzeugen, sich in dieser Zeit im Jahr 1953 nicht dem „Alltag“ hinzugeben, sondern zu überlegen, warum oder wofür man nicht ungeduldig sein sollte. Sie sollen nicht durchs Leben hetzen. Der letzte Vers ist eindeutig gefragt:
„Mit Ungeduld?“


von Benjamin Harders


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