Der kategorische & hypothetische Imperativ

Hausarbeit im Fach Ethik

Immanuel Kant (Der kategorische & hypothetische Imperativ)



  1. Arbeite anhand des vorliegenden Textes die speziellen Überlegungen bzw. Konfliktlagen der Person in Kants Beispiel heraus!
  2. Erläutere anhand des vorliegenden Textes die Begriffe „hypothetischer & kategorischer Imperativ”!


  1. In Immanuel Kants Schrift „Anvertrautes fremdes Gut” geht es um die Situation eines Mannes, der unverschuldet in Not geraten ist und nun die Möglichkeit haben könnte, sich aus dieser misslichen Lage zu befreien. Anhand dieses Beispiels will Kant die Bedeutung des kategorischen Imperativs veranschaulichen.

    Der in dem Beispiel angeführte Mann befindet sich aufgrund des Umstandes, über den Verbleib des Erbes entscheiden zu können, in einer Konfliktlage.

    Zum einen könnte er das fremde Erbe behalten oder es aber den Eigentümern aushändigen.

    Zwar entscheidet er sich für die Herausgabe des Geldes, jedoch tut er dies nicht aufgrund dessen, das es einfach unrecht wäre es zu behalten (siehe Zeile 18-20), sondern er wägt den Nutzen und die Folgen dieser Entscheidung miteinander ab.

    Wenn er das Erbe also für sich in Anspruch nehmen würde, so könnte er einerseits sich und seiner Familie helfen, aus der Not heraus zu kommen, andererseits könnte er aber auch aufgrund der schnellen Veränderung seiner Lage Verdacht aufwerfen oder das Geld würde aufgrund zu langem Wartens keinen Nutzen mehr mit sich bringen, da die Not in dieser Zeit bereits unumkehrbar angestiegen wäre ( siehe Zeile 31-48).

    Im Gegensatz dazu stehen seine Überlegungen, was passieren könnte, wenn er das Erbe den Eigentümern übergeben würde. Zwar hätte er dadurch keinen direkten finanziellen Nutzen, mit dem er sich selbst helfen könnte, jedoch würde er eventuell eine Belohnung erhalten. Außerdem könnte er aufgrund einer solchen „guten” Tat ein hohes Ansehen in der Gesellschaft erringen (siehe Zeile 25-29).

    Wenn der Mann jedoch nicht anhand dessen entscheiden würde, was für Folgen sein Handeln hätte, sondern lediglich, was die allgemeine und notwendige Pflicht sei, so würde er sich gleich dazu entscheiden, das Erbe abzugeben, ohne auch nur daran zu denken, dass es eine andere Alternative gegeben hätte ( siehe Zeile 44-51), so Kant.



  2. Anhand des vorliegenden und bereits unter 1.) genannten Textes lassen sich der hypothetische und der kategorische Imperativ Kants sehr gut erläutern.

    Beginnen wir mit dem hypothetischen Imperativ. Eine allgemeine Erklärung dessen lautet, dass wenn man einen Zweck verwirklichen will, ebenso die dazugehörigen Mittel wollen muss, um diesen Zweck zu erreichen.

    Aufgrund dessen, dass dieser Imperativ niemals kategorisch, also ohne Einschränkungen gelten kann, denn schließlich verfolgt nicht jeder Mensch dieselben Ziele, kann er auch keine Grundlage einer moralischen Handlung darstellen. Er beschreibt also lediglich einen individuellen Zweck und die damit verknüpften nötigen Mittel.

    Auf den Text bezogen, handelt der Mann in erster Linie hypothetisch, denn er wägt die möglichen Entscheidungen miteinander ab, um schließlich einen Zweck zu erreichen, wie bereits unter Aufgabe 1 beschrieben, zum Beispiel seinen Ruf zu verbessern oder sich aus seiner misslichen Notlage zu befreien oder allgemeiner ausgedrückt, einen gewissen Grad an Glückseligkeit zu erfahren. Anhand dieses Zweckes richtet er dann seine Entscheidung aus, ob er das Erbe behalten oder abgeben solle.

    Als eine von ihm gewählte Vorschrift könnte man so zum Beispiel wählen: „Gebe das Geld zurück, damit du einen besseren Ruf erlangst.”


    Dem gegenüber steht der kategorische Imperativ. Bei diesem spielen bei der Bewertung einer Handlung die Folgen, der Nutzen oder das Glück keine Rolle. Es sind Handlungen, die keinem Zweck dienen, die vielmehr einfach in sich gut sind.

    Die einzige Bedingung an die sie geknüpft sind, ist die der allgemeinen Gültigkeit. Man muss, laut Kant also wollen können, dass die eigene Handlung ein allgemeines Gesetz aller Menschen werden könne.

    Kant sieht sich jedoch nicht als der „Erfinder” des kategorischen Imperativs.

    Da dieser nicht aufgrund von Erfahrung geprägt sein kann, so Kant, sei er „a priori”, also eine Entwicklung des von Geburt an vorhandenen Verstandes.

    Wenn ich, beispielsweise, meine Ehrlichkeit damit begründe, dass ich bisher gute Erfahrungen damit gemacht habe, ist dies nicht geeignet für ein oberstes moralisches Prinzip, da andere Umstände mir durchaus gegenteilige Erfahrungen hätten bescheren können. Somit muss dieser Imperativ, sofern er kategorisch sein soll, a priori sein, denn nur dann kann er allgemein und notwendig gelten.

    Im Zusammenhang mit dem Text „Anvertrautes Gut” würde der kategorische Imperativ also nur dann erfüllt worden sein, wenn der Mann seine Entscheidung, das Erbe nicht zu behalten (siehe Zeile 18-20) nicht mit einer Abwägung der Vor- und Nachteile begründet, sondern einfach aus der Pflicht heraus „Du sollst nicht stehlen.” gehandelt hätte.

    Kant geht also davon aus, dass nur solche Handlungen moralisch sind, die von keinerlei Zwecken oder Neigungen abhängig sind.



von Sarah Bär, 29. Mai 2007


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