Das Pantoffeltierchen


aus dtv-Atlas zur Biologie, Band 1
Ci Cilien
Cs Cilienschopf
Mf Mundfeld
Zm Zellmund
Sf Schlundfaden
Ev Eingangsvakuole
Nv Nahrungsvakuole
Za Zellafter
kV kontraktile Vakuole
Am Ampulle
Es Einspritzkanal
Tc Trichocysten
Ma Makrokern
Mi Mikrokern
Das Pantoffeltierchen ist ein einzelliges Lebewesen. Es ist weltweit in Süßgewässern zu finden. Es ist von einer Zellmembran und vielen kleinen Härchen, den Cilien, umgeben. Es hat zwei Zellkerne, der große ist überlebenswichtig, der kleine dient der Fortpflanzung.
Das Pantoffeltierchen entwickelte sich im Gegensatz zu der Amöbe stärker, denn vor der Zellteilung bilden zwei Pantoffeltierchen eine Plasmabrücke, über die sie die Hälfte ihres Zellkerns jeweils austauschen (Sexualpili). Dies vermindert die Chance vom Auftreten genetischer Defekte, weil der Defekt von der genetischen Information des anderen Tierchen überlagert wird. (siehe Konjugation) Es ist, im Gegensatz zu der Amöbe, völlig unbeweglich in der Form. Auch kann es nicht an jeder beliebigen Stelle seiner "Membranhaut" Nahrung aufnehmen und ausscheiden. Außerdem hat es noch eine pulsierende Vakuole, die für den "Wasserhaushalt" des Pantoffeltierchens sorgt.
Das Pantoffeltierchen nimmt durch den Zellmund anorganische und organische Stoffe auf. Seine Nahrung sind hauptsächlich Bakterien. Diese werden von den Härchen des Mundfeldes in den Zellmund gespült, von wo sie dann zur Verdauung durch das Pantoffeltierchen wandern, um dann beim Zellafter wieder ausgeschieden zu werden.
Mit Hilfe der Wimpern, die sich im Gleichschlag bewegen, bewegt es sich in spiralförmiger Bewegung durch das Wasser, und kann Hindernisse erkennen und ihnen ausweichen. Außerdem hat es einen "chemischen" Sinn, mit dem es Nährstoffe und Beute geruchsähnlich wahrnehmen kann.


 


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